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Markierung Falschfahrerprävention

Markierungen zur Falschfahrerprävention

Entsprechend einer Studie des Bundes gibt es in Deutschland jährlich etwa 1.800 Verkehrswarnmeldungen zu Falschfahrern (Geisterfahrer) auf Autobahnen. Unfälle infolge von Falschfahrern sind zwar relativ seltene Ereignisse, die Unfallfolgen sind jedoch vergleichsweise schwerwiegend. Etwa jeder zweite Falschfahrerunfall führt zu Personenschäden, bei fast jedem sechsten Unfall werden Beteiligte getötet.

 

 

Nach dem vermehrten Auftreten von Falschfahrern auf Bundesautobahnen wurden 2013 durch den Bund Checklisten für die Überprüfung von Anschlussstellen und Rastanlagen erarbeitet und alle Anschlussstellen und Rastanlagen in Thüringen durch beauftragte Ingenieurbüros einem Sicherheitscheck unterzogen.

In Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Bundesländern wurden verschiedene Maßnahmen zur Vermeidung von Falschfahrten im Anschlussstellenbereich diskutiert. In der Folge wurden vom Bund Vorgaben zur Modifizierung der Markierung in Anschlussstellen gemacht. Seitdem werden Anschlussstellen in Thüringen zur Verringerung von Falschfahrten markierungstechnisch durch zwei voneinander unabhängige Markierungsmaßnahmen umgerüstet.

  1. In der Einfahrt in die Rampe der Autobahn erfolgt eine zusätzliche Markierung durch Leitlinien, Abbiegepfeil sowie durchgezogenen Breitstrich mit einseitiger Fahrstreifenbegrenzung.
  2. In den Rampen (Auf- und Abfahrten) erfolgt eine Verkehrstrennung durch eine doppelte Fahrstreifenbegrenzung (Sperrlinie) und eine Richtungsweisung durch in der Regel drei Richtungspfeilpaare in den Rampen.

Markierungen zur Falschfahrerprävention

Markierung Falschfahrerprävention - Blick auf frisch markierte Kreuzung
Markierung Falschfahrerprävention Blick auf frisch markierte Kreuzung
Markierung Falschfahrerprävention
Markierung Falschfahrerprävention
Markierung Falschfahrerprävention
Markierung Falschfahrerprävention
Markierung Falschfahrerprävention

Da Falschfahrten jedoch grundsätzlich nicht verhindert werden können, ist es an kritischen Stellen im Straßennetz sehr wichtig, Falschfahrer zuverlässig zu detektieren. Unfälle können in Straßentunneln weit gravierendere Folgen als auf der freien Strecke haben, deshalb ist hier die automatische Erkennung von Falschfahrern besonders sinnvoll. Die Realisierung einer automatischen Falschfahrererkennung ist technisch sehr anspruchsvoll, da Falschfahrten, auf den einzelnen Streckenabschnitt gesehen, sehr selten sind.

Jedes Erfassungsprinzip ist grundsätzlich fehlerbehaftet – Fehlalarme können also nicht vermieden werden, wenn nur ein System verwendet wird. Ausgehend von dieser Überlegung wurde im TLBV im Rahmen einer Masterarbeit ein System entwickelt, das die Erfassungsprinzipien einer Wärmebildkamera und der im Tunnel vorhandenen Doppelinduktivschleifen verbindet. Durch diese Lösung werden Falschfahrer zuverlässig erfasst und Fehlalarme vermieden. Dieses System hat sich am Tunnel Rennsteig bereits bewährt, alle anderen Autobahntunnel in Thüringen sollen deshalb in den nächsten Jahren damit ausgerüstet werden.

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