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Dekra führt einen Anfahrversuch durch - Linienbus prallt schräg auf Betonrückhaltesystem

Fahrzeug-Rückhaltesysteme an Straßen

Als Fahrzeug-Rückhaltesysteme (FRS) werden die Elemente der Straßenausstattung bezeichnet, die die Folgen von Unfällen so gering wie möglich halten sollen. Sie dienen damit zum einen dem Schutz unbeteiligter Personen oder schutzbedürftiger Bereiche neben und unter der Straße. Zum anderen dienen sie dem Schutz der Fahrzeuginsassen vor den schweren Folgen des Unfalls infolge des Abkommens von der Fahrbahn, z.B. bei einem Absturz von einer Brücke oder dem Anprall an gefährliche Hindernisse neben der Fahrbahn.

 

 

Fahrzeug-Rückhaltesysteme können die Schwere der Folgen eines Unfalles erheblich reduzieren. In vielen Fällen können sie Leben retten. Voraussetzung dafür ist, dass die Fahrzeug- Rückhaltesysteme am richtigen Ort und in der richtigen Ausführung eingesetzt werden. Auch das ist eine der vielen Aufgaben der Straßenbauverwaltung im Rahmen der Verkehrssicherheit.

Vor dem Aufstellen von Fahrzeug-Rückhaltesystemen wird immer geprüft, ob der zu schützende Bereich durch Vermeidung oder bauliche Umgestaltung gesichert werden kann. Wenn dies nicht durchführbar ist, sind Fahrzeugrückhaltesysteme an der Straße aufzustellen.

Die Fahrzeug-Rückhaltesysteme können als Stahl- oder als Beton-Systeme ausgeführt werden. In der Straßenbauverwaltung werden in der Regel eingesetzt:

Stahlsystem FRS

Einfache Schutzplanke (ESP)

Einfache Schutzplanke - Einzeilige Stahlplanke direkt an Pfosten montiert

Einfache Distanzschutzplanke (EDSP)

Einfach Distanzschutzplanke EDSP - Einfache Metallplanke mit Abstand zu den Pfosten montiert

Super-Rail Eco

Super Rail Eco Stahlschutzplankensystem

Betonsystem FRS

Schutzwandsysteme in Ortbetonbauweise (BSW)

Betonfertigteile (BSW-F)

Um den erforderlichen Schutz auch tatsächlich gewährleisten zu können, müssen die Fahrzeug-Rückhaltesysteme bestimmte Kriterien (Schutzniveau) in Abhängigkeit von ihrem Einsatzort erfüllen. Dieses Schutzniveau müssen die Hersteller der FRS nachweisen, um ihre Systeme auf dem Markt anbieten zu dürfen bzw. diese in Verkehr bringen zu dürfen. Zur Nachweisführung dienen u. a. entsprechende Anfahrversuche.

Wird das angestrebte Schutzniveau nachgewiesen, können diese FRS, unabhängig von deren Material, an den Straßen eingesetzt werden. Der Nachweis erfolgt auf der Grundlage von entsprechenden Normen. Für den richtigen Einsatz von FRS gibt es entsprechende Richtlinien, die von den Straßenbauverwaltungen anzuwenden sind.

An Straßen mit auffälligem Unfallgeschehen unter Beteiligung von Motorradfahrern wurden und werden Fahrzeug-Rückhaltesysteme mit Anpralldämpfer an den Pfosten oder Fahrzeug-Rückhaltesysteme mit Unterfahrschutz nachgerüstet. Hierbei wurden bereits 6.548 m Unterfahrschutz an Bundesstraßen und 9.050 m Unterfahrschutz an Landesstraßen montiert. Mit 4 km ist der Abschnitt an der B 85 im Kyffhäuserkreis der längste zusammenhängende Bereich von Fahrzeug-Rückhaltesysteme mit Unterfahrschutz. Neben der Unfallstatistik werden auch Hinweise und Forderungen von Motorradverbänden zur präventiven Vorsorge berücksichtigt.

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