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Naturschutz und Landschaftspflege im Straßenbau

Der Bau von Verkehrsanlagen führt oft zu unvermeidbaren Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft. Das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr ist als Vorhabenträger verpflichtet, diesen Eingriff, wenn er nicht vermieden oder gemindert werden kann, durch die Erbringung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege entsprechend zu kompensieren.

Artenschutz

Neben den „flächenbezogenen“ Eingriffen in Biotopstrukturen sind schwerpunktmäßig auch die Belange des Artenschutzes zu berücksichtigen. Der Erhalt, die Sicherung und die Aufwertung von Lebensräumen gefährdeter bzw. geschützter Tier- und Pflanzarten sind dabei von hoher Bedeutung. Die entsprechenden Maßnahmen zur Kompensation der Eingriffe sind im Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) festzulegen. Der jeweilige Vorhabenträger ist dabei durch das Naturschutzrecht angehalten, derartige Maßnahmen möglichst in Landschaftsräumen mit Bezug zum Eingriff umzusetzen.

Vermeidung

Grundsätzlich gilt die Vermeidung von Eingriffen in sensible Bereiche mit entsprechenden Vermeidungs- und Schutzmaßnahmen. So werden z.B. durch Amphibienleiteinrichtungen oder Leiteinrichtungen für geschützte Feldhamster Tiere zielgerichtet zu entsprechenden Durchlässen und Brückenbauwerken geführt. Ist eine Vermeidung nicht möglich, werden Eingriffe durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert. 

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Es sind verschiedene Kompensationsformen möglich. Vorrang sollten Ausgleichsmaßnahmen haben. Das Ziel von Ausgleichsmaßnahmen ist die schnellstmögliche Kompensation von Beeinträchtigungen. In der Regel erfolgt die Ausgleichsmaßnahme am Ort des Eingriffs. Im Freistaat Thüringen wurden solche Maßnahmen vorrangig durch den ortsnahen Rückbau versiegelter Flächen ehemaliger militärisch genutzter Anlagen realisiert. Dabei soll der ökologische Zustand vor dem Eingriff durch die Ausgleichsmaßnahme mit den gleichen Funktionen und ohne wesentliche optische Störungen erhalten bleiben.

Sind Ausgleichsmaßnahmen vor Ort nicht realisierbar, kommen Ersatzmaßnahmen zum Tragen. Ersatzmaßnahmen müssen „nur“ im betroffenen Naturraum durchgeführt werden. Ziel ist es dabei, einen gleichwertigen Zustand zu schaffen. Dies wird meistens dadurch erreicht, dass anderenorts Flächen ökologisch aufgewertet werden.

Gestaltungsmaßnahmen

Neben Vermeidungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gehören auch Gestaltungsmaßnahmen zum Bau von Verkehrsanlagen zu den Kompensationsmaßnahmen. Diese binden technische Bauwerke (Verkehrswege, Parkplatzanlagen usw.) harmonisch in das Landschaftsbild ein. Mit diesen Maßnahmen werden gezielt Bäume und Sträucher gepflanzt sowie Wiesen- und andere Grünflächen angelegt. Als Bestandteil der öffentlichen Verkehrsanlagen werden diese als Straßenbegleitgrün bezeichnet.

Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

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99085 Erfurt

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