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Landesbau

Staatliche Vogelschutzwarte Seebach: Sanierung Dachgeschoss im Mittelbau und energetische Verbesserung

Lindenhof 3, 99998 Mühlhausen/OT Seebach | 

Umgeben von grün und hohen Bäumen und blauen Himmel ist ein hohes Gebäude zu sehen. Die unteren Geschosse sind aus Stein gemauert. Das oberste Geschoss und das Dachgeschoss aus Fachwerk mit weißen Ausfachungen. Rote Ziegeldächer auf allen Gebäudeteilen. Teilweise wachsen die Pflanzen an den Gebäudemauern nach oben.
Südwestansicht des Wasserschloss Seebach | © TLBV
Westansicht bestehend aus den beiden Haupthäusern und Zwischenbau. Haupthäuser sind viergeschossig. Die Giebeldreiecke mit vertikalen Holzlatten verkleidet. Die Latten sind grau verwittert. Das rechte Gebäude ist bis hier hin fast komplett eingewachsen. Der Mittelbau, dreigeschossig, steht traufseitig an. Rote Dachziegel zwei Dachgauben. Umgeben ist das Wasserschloss von grün und hohen Bäumen, blauer Himmel, ohne Wolken.
Westansicht mit Haupteingang | © TLBV
Zwei Bilder: links: die südöstliche Ecke des Gebäudes. Natursteinmauerwerk. Ein Rundbau als Treppenaufgang ist auf halber Höhe davorgesetzt. Hinter ihm eine Ausstülpung, die als Dachterrasse im 1. OG genutzt werden kann. Im Vordergrund eine Mauer als Barriere, mit Tordurchgang. Rechtes Bild: Haupteingang, unscheinbar an der bewachsenen Hauswand. Sichtbetonweg und Podest. Nach rechts führt eine Treppe herab, nach links eine Rampe.
links: südöstliche Gebäudeecke, rechts: Haupteingang mit Rampe | © TLBV
Sachbereich

Landesbau, Standort Erfurt, Sonderprojekte

Bauwerksart

Bestandsgebäude, Wissenschaftsgebäude

Errichtung 12. Jahrhundert

Netto-Raumfläche

1.378 m²

Gesamtbaukosten

1.360.000 €

Bauzeit

2021 - 2023

Architekt

noch nicht gebunden

Baubeschreibung

Die heutige Vogelschutzwarte befindet sich in Seebach, einem Ortsteil von Mühlhausen im Unstrut-Hainich-Kreis inmitten der Welterberegion Wartburg-Hainich.

Im 12. Jahrhundert wurde die vom Park umgebene Wasserburg als Wahrzeichen des Ortes Seebach erbaut. Die Burg ging im 16. Jahrhundert in den Familienbesitz der Familie Berlepsch über. Ende des 19. Jahrhunderts gründete Sittig Hans Freiherr von Berlepsch die Einrichtung als „Versuchs- und Musterstation für Vogelschutz". Sie ist eine Einrichtung, die sich weltweit als Erste intensiv mit dem Vogelschutz beschäftigte und kranken und pflegebedürftigen Vögel als Heim dient. Auch als Brutstätte vieler Vogelarten ist sie deutschlandweit bekannt.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Hauptgebäude, die Burg, bestehend aus zwei einzelnen Türmen umgebaut und mit Hilfe eines Mittelbaus als Gebäudeeinheit zusammengefasst.
Heute ist die Staatliche Vogelschutzwarte Seebach eine Außenstelle des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz. Zu ihren Aufgaben zählen insbesondere, neben der wissenschaftlichen Arbeit, die fachliche Beratung von Behörden, Verbänden und Privatpersonen in allen Fragen der Vogelkunde sowie des Vogel- und Fledermausschutzes, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, sowie der Betrieb einer Auffang- und Pflegestation. Besucher begeistern sich vor allem an der historischen Vogelsaustellung sowie den restaurierten Räumlichkeiten, die zum Teil noch im ursprünglichen Zustand des Umbaus von 1911-1913 erhalten sind.

Um das Denkmal in seiner Bausubstanz und Funktion zu erhalten, sind immer wieder Baumaßnahmen notwendig. Durch sie sollen zum einen, wie bereits erwähnt, die Bausubstanz erhalten, aber auch die Einhaltung der heute geltenden der Bauvorschriften, der zeitgemäße Betrieb sowie die barrierefreie Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude gewährleistet werden.

Erfurt, 07.12.2020

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