Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Landesbau

Musikgymnasium Schloss Belvedere: Teilsanierung, Brandschutzmaßnahmen und Medienanpassung

Schloss Belvedere 1, 99425 Weimar | 

Turmhaus des Mozarthauses mit gelber Fassade, Rennaissance-Stil, rotes Mansarddach mit drei Gauben. Darüber thront der Turm, links führt ein Weg mit zwei Personen aus dem Bild.
Saniertes Turmhaus im Schlosspark Belvedere | © TLBV
Eingangsfoyer im Internatsgebäude mit Würfelartigen-Holzkubus als Rezeption. Runden Deckenleuchten, braunen Fußboden. Rechts führt eine Tür aus dem Bild. Hinter der Rezeption führ eine moderne Treppe in das Obergeschoss.
Informationstresen im Internatsgebäude | © TLBV
Ein kleines Foyer mit Steintreppe mit Bast-Teppich-Belag und massivem Brüstungsgeländer führt in das Obergeschoss. Rechts kann man das Gebäude verlassen. Der Boden ist hellgrau.
Treppenanlage im Verwaltungsgebäude | © TLBV
Sporthalle mit runden, viereckigen Grundriss. Die Fenster sind weit über Menschenhöhe. Rechts hängt ein Basketballkorb, an der Stirnwand stehen gestapelte Bänke und eine Sprungmatte. Alle Wände weiß, eine Panel-Decke mit langezogenen Lampen.
Sportraum im Rundbau des Turmhauses | © TLBV
Sachbereich

Landesbau, Standort Erfurt

Bauwerksart

Bestandsgebäude, Schul- und Verwaltungsgebäude, Internat

Errichtung 1724-1744 und 1990/2004

Netto-Raumfläche

5.616 m²

Gesamtbaukosten

6.648.000 €

Bauzeit

06/2016 - 08/2019

Architekt

Architekturbüro Dr. Krause + Pfohl, Weimar


 

Ein Kiesweg führt zum Neubau, rechts und links Grünpflanzen und Äste ragen in das Bild. Der Neubau wird teilweise von Gebüsch verdeckt. Der flache weiße Neubau strahlt im Sonnenlicht. Die orangenen Boxen der Glasfassade sind gut zu erkennen. Blauer Himmel, Sonnenschein.
Blick vom Parkplatz kommend durch die Belvedere-Parkanlage zum Neubau | © TLBV
Kiesweg im Vordergrund, links ein riesiger Baum, rechts Gebüsch in Bild ragend. Im Zentrum das Schulgebäude als Neubau in seiner dreiteiligen Schichtung. Unten graue Natursteinplatten mit großen Fensterausschnitt, in der Mitte die orangenen Klassenräume, oben der weiße Kubus ohne Fenster.
Nordfassade des Neubaus zeigt die Geschossigkeit | © TLBV
Blickwinkeländerung, sodass man in den Konzertsaal durch die Glasfassade blicken kann. Man kann die Außenbühne mit den runden Sitzbänken sehen. Viel Grünpflanzen und Bäume auf der linken Bildhälfte. Im Hintergrund ein Basketballkorb.
Blick in den Konzertsaal und auf die Außenbühne mit Sitzebenen | © TLBV
Der weiße Baukörper des Obergeschosses schiebt sich schwer ins Bild und sitz auf der Glasfassade (schwarz) auf und scheint zu schweben. Bei strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel sieht man Bäume auf der rechten Bildhälfte.
Fassadendetail im Stil á la Villa Savoye | © TLBV
Atrium mit umlaufenden Galeriegang, im Luftraum eine Lusttreppe mit Holzbelag. Alles ist hell, lichtdurchflutet, transparent und freundlich. Das Dach ist komplett verglast.
Treppenanlage in das Obergeschoss vom Mozarthaus | © TLBV
Großzügiger Raum mit Sitzplätzen an drei Seiten. An der Front die große Glasfassade mit Blick in den Park. Eine schwarze Decke mit runden Leuchten und Raster. Im Raum stehen Notentische, Stühle und ein Klavier.
Konzertsaal im Untergeschoss | © TLBV
Dieses Mal in die Rundung fotografiert: Großzügiger Raum mit Sitzplätzen. Eine schwarze Decke mit runden Leuchten und Raster. Im Raum stehen Notentische, Stühle und ein Klavier. Die Stirnseite sieht stellt sich arkadenartig dar.
Das Rund des Konzertsaals | © TLBV
Sachbereich

Landesbau, Standort Erfurt

Bauwerksart

Neubau, Schulgebäude

Netto-Raumfläche

4.650 m²

Gesamtbaukosten

9.000.000 €

Bauzeit

1994 - 1996

Bauherr

Deutsche Bank AG

Architekt

VAN DEN VALENTYN ARCHITEKTUR, Köln

Baubeschreibung

Historische Gebäude

Das barocke Kavaliershaus, die ehemalige Vogtei des Schlosses Belvedere, gliedert sich in drei Baukörperteile: das Turmhaus, das Langhaus und den Bogenbau. Die historische, innere Raumstruktur bildet in der Regel kleine Räume von zirka 10 bis 15 m², die als Instrumentalübungsräume dienen. Räumliche Besonderheiten bilden der Sportsaal im Bogenbau und der Kammermusiksaal, der auch für Chor und Balettunterricht vorgesehen ist.
Der Bogenbau wurde vollständig entkernt, die nicht bauzeitlichen Quer- und Längswände abgebrochen, um die für eine Turnhalle erforderliche Größe zu erreichen. Die geforderte Raumhöhe von mindestens 4,00 m konnte nur durch Absenken des Fußbodens um ca. 1,20 m erzielt werden.

Die Holzständerstrukturen von Turm- und Langhaus wurden erhalten oder als Fachwerkwände neu aufgeführt. Hochgradig geschädigte Holzbalkendecken waren aufwendig zu reparieren, zu leichtern (zum Teil Schwammsanierung) und mit einem Zementestrich auf Schwalbenschwanzblechen auszurüsten (60dB Luftschall). Zwischen den Übungsräumen wurden die Fachwerkwände mit schweren Lehmsteinen ausgefacht, noch erhaltene Lehmausfachungen saniert, neue Gefache durch Lehmbausteine komplettiert, Lehmputze an Decken und Wänden repariert bzw. Holzleichtlehmschüttungen an den Innenseiten der Außenwände ergänzt. Den Lehmbauausführungen galt große Aufmerksamkeit, um so die baukonstruktive Kontinuität des denkmalgeschützten Hauses mit einem neuen bauphysikalischen und raumklimatischen Standard zu verbinden.

Die Nachhallzeiten in den Übungsräumen werden durch zusätzliche Schallabsorbtionsflächen (mikroperforierte Ahornfurnierpaneele) gedämpft. Als zweiten Rettungsweg erhielt der Westgiebel eine neue Stahlaußentreppe mit einem Wandschirm aus verzinkten Stahlrosten, vorbereitet für Efeu oder anderen Bewuchs.

Neubau

Am Rand der Rokoko-Schlossanlage entstand 1996 der preisgekrönte Neubau der Architekten Thomas van den Valentyn und Seyed Mohammad Oreyzi. Der Neubau versteht sich als Hommage an die Moderne des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses, insbesondere an die Ideen und Ideale Le Corbusiers.

Erfurt, 04.12.2020

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: