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Landesbau

Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen

Friedenssiedlung 6, 98617 Meiningen 

Dieses Vorhaben wird durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Ansichten Bautafel
Ansichten Bautafel, Bildquelle: ARCHITEKTURBÜRO Wolfgang J. Grübl
Sachbereich

Landesbau, Standort Suhl

Bauwerksart

Wärmeversorgungsanlage, Technikgebäude, Lager

Gesamtbaukosten

4.535.000 €

Bauzeit

2020 bis 2023

Architekt

Architekturbüro Wolfgang J. Grübl

Baubeschreibung

Neubau der Wärmeversorgungsanlage und Optimierung der Gebäudeautomation

Die wärmetechnische Versorgung des Bildungszentrums wird derzeit über eine Holzhackschnitzel (HHS)-Kesselanlage aus 2008 und die beiden im Jahr 1992 installierten Gaskessel sichergestellt.

Der jetzige Standort der HHS-Kesselanlage im Haus 8 hat sich aufgrund der Lage im Gebäude und der zu geringen Aufstellflächen als nicht optimal erwiesen. Die Lagerraumkapazitäten des Tiefkellers sind für HHS nicht ausreichend. Sie mussten für die Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Wärmeversorgung durch eine sehr präzise geplante Brennstofflogistik kompensiert werden.

Im Bereich des Tiefkellers wurden zudem erhebliche bauliche und brandschutztechnische Mängel festgestellt. Unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen und Betriebserfahrungen kam das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) daher zum Ergebnis, dass an diesem Standort keine langfristige, wirtschaftliche und zukunftweisende Lösung für die Wärmeerzeugung auf Basis von Biomasse realisierbar sein wird. Für die Wärmeerzeugung muss deshalb eine Neukonzeption an einem geeigneten Standort erfolgen. 

Die neue Wärmeversorgungsanlage wird am Standort des ehemaligen Hauses 9 in den angrenzenden Gebäudebestand integriert, sodass keine Freiflächen neu bebaut werden müssen. Dieser Standort stellt eine zügige und problemlose Anlieferung der HHS sowie eine ausreichende Lagerkapazität im Bereich von 300-400 srm ist sicher.

Über die neue 800 KW HHS-Kesselanlage in Verbindung mit einem Pufferspeicher mit 35m³ Volumen werden mind. 90% der Wärmelast der Liegenschaft abgedeckt. Die geplante Kesselanlage erfüllt die Anforderungen entsprechend des Industriestandards mit Direkteinschieber und Rostfeuerung. Dadurch kann ein breites Brennstoffspektrum zum Einsatz kommen. Die Spitzenlast- und die geforderte 100%ige Havarieabsicherung werden über zwei Gaskesselanlagen mit einer Gesamtleistung von 1500 kW sichergestellt.

Mit der neuen Wärmeversorgungsanlage in Verbindung mit Optimierungsmaßnahmen im Bereich der vorhandenen Gebäudeautomation und Hausanschlussstationen wird eine effiziente, sichere und nachhaltige Wärmeversorgung für das Bildungszentrum der Thüringer Polizei geschaffen.

Erfurt, 09.09.2022

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