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Hochschulbau

Bauhaus-Universität Weimar, Standortentwicklung Coudraystraße 7-13

Coudraystraße 7-13,  99423 Weimar | 

Dieses Vorhaben wird durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
 

Neubau Laborgebäude
Neubau Laborgebäude
Lageplan Coudraystraße 7
Lageplan Coudraystraße 7
Lageplan Coudraystraße 13 d
Lageplan Coudraystraße 13 d
Bauwerksart

Institutsgebäude, Verwaltung

Nutzfläche

NF 1-6: 4.654 m²

Gesamtbaukosten

37.190.000,00 €

Bauzeit

Beginn Planungsphase HU-Bau:
03 / 2019

Baubeginn:
09 / 2020

Geplante Übergabe:
04 / 2023

Architekt

Fakultätsgebäude Coudraystraße 7:

HSP Architekten Ingenieure, Erfurt

Neubau Laborgebäude Coudraystrße 13 D:

Gildo Eisenhart, Heilbronn
NAN HU-Bau: agn Ludwigsburg GmbH, Ludwigsburg
NAN AFU: agn Niederberghaus & Partner GmbH, Halle/Saale

Die bauliche Entwicklung des Standortes Coudraystraße 7–13 (Fakultät Bauingenieurwesen) soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen.

Im Zuge des 1. Bauabschnittes ist zunächst die grundhafte Modernisierung des Fakultätsgebäudes Coudraystraße 7 sowie der Neubau eines Laborgebäudes (Coudraystraße 13 D) vorgesehen. In diesem Zusammenhang werden die bisherigen Bestandsgebäude Coudraystraße 13 D und E abgerissen. Die dort derzeit untergebrachten Nutzungen werden dauerhaft in andere Gebäudebereiche verlagert. Mit der Realisierung des 1. Bauabschnittes sollen die Unterbringungsbedingungen der Fakultät sowie die Arbeitsbedingungen in den Bereichen Forschung und Lehre bedarfsgerecht verbessert werden. Das Gebäude Coudraystraße 7 soll zukünftig als Fakultätsgebäude Bauingenieurwesen genutzt werden. Durch den Neubau des Laborgebäudes kann insbesondere eine Konzentration dieser Flächen in einem Gebäude erreicht werden. Dadurch können künftig labortechnische Infrastrukturen organisatorisch und energetisch effizient genutzt werden. Ferner werden damit wichtige Voraussetzungen für einen 2. Bauabschnitt geschaffen, welcher die Modernisierung der Gebäude Coudraystraße 11 A und B und 13 A bis C umfassen soll.

Baubeschreibung Fakultätsgebäude Coudraystraße 7

Das 6-geschossige Gebäude ist ein Stahlbeton-Skelettbau und wurde 1974 als Typenbau der Typenreihe „2Mp-Geschossbau“ errichtet, es wurde durch die Hochschule für Architektur und Bauwesen als Büro- und Institutsgebäude genutzt. Die Sanierungsarbeiten sollen in den Jahren 2020 bis 2023 durchgeführt werden. Das neue Fakultätsgebäude Bauingenieurwesen soll die unterschiedlichen Professuren der Fachbereiche in einem Gebäude zusammenführen. Das Gebäude wurde unter verschiedenen planerischen Aspekten in die Nutzungsbereiche Labornutzung und Technikflächen (UG), Öffentlicher Bereich / Seminarbereich (EG) und Büro- und Verwaltungsnutzung (1.OG-5.OG) gegliedert.

Im Erdgeschoss befinden sich ein Computerpool und vier Seminarräume, welche an einem innenliegenden Flur angeordnet sind. Dieses Geschoss soll als zentraler Ort für die Lehre der Fakultät Bauingenieurwesen dienen. Das Bereich wird durch einen außenliegenden Laubengang an der Südfassade ergänzt.

Das 1. bis 5. Obergeschoss umfasst den Büro- und Verwaltungsbereich. Diese Geschosse sind nahezu identisch ausgebildet. Die Büroräume sind im bestehenden Stützenraster von 5,125 x 3,60 m an einem zentralen Flur aufgereiht. Die Nebenfunktionen wie Teeküche, WC-Anlage, Lagerraum und Besprechungsraum befinden sich jeweils in der Mitte der Etage, um kurze Wege zu ermöglichen.

Die vertikale Erschließung des Gebäudes erfolgt über das Bestandstreppenhaus, den neuen Aufzug und einen neuen Treppenhausanbau am Ostgiebel. Das Bestandstreppenhaus dient als erster Rettungsweg. Der zweite Rettungsweg wird durch das neue Treppenhaus am Ostgiebel gewährleistet. Der neue Hauptzugang zum Gebäude befindet sich an der Südseite. Das Erdgeschoss ist aus dem Bestand heraus als Hochparterre übernommen. Den barrierefreien Zugang ermöglicht ein neu gestalteter Eingangsbereich mit innenliegender halbgeschossiger Treppe und Zugang zum neuen Aufzug.

 

Baubeschreibung Neubau Laborgebäude Coudraystraße 13 D

Für den Neubau des Laborgebäudes in der Coudraystraße 13 D wurde ein einphasiger offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 durchgeführt.

Das dreigeschossige Gebäude mit seinen Abmessungen von rund 41 x 23 Metern weicht im Erdgeschoss mit der zum Bestand zugewandten Fassade um eine Achse zurück, während der Eingang gleichzeitig wettergeschützt erreicht wird. Über die Rückwand des Foyers und den darüber liegenden Geschossen schließt der Neubau an den Bestand an, ohne jedoch in seine Konstruktion einzugreifen. Ein Innenhof bringt Tageslicht und die Möglichkeit zur natürlichen Lüftung in die innenliegenden Bereiche der Institute.

Im Erdgeschoss besteht ein direkter Zugang zum Altbau über einen Verbindungsgang. Die vertikale Erschließung liegt jeweils rechts und links der Kernzone, auf der rechten Seite zusätzlich mit einem Personen- und Lastenaufzug. Die klare Struktur des Baukörpers mit seinem in allen Geschossen umlaufenden Flurs (geschlossenes Ringsystem) erlaubt eine schnelle und einfache Erschließung, sowie ein flexibles Wachsen/Schrumpfen der Fachbereiche bei künftigen Anpassungen.

Ein zweiseitig umlaufender Lichtschacht an der Süd- und Ostseite bringt Tageslicht in die Laborräume der Untergeschosse.

Der wesentliche Teil der haustechnischen Anlagen befindet sich auf dem Dach, um spezifischer Labornutzung die geeigneten Flächen auf der Gründung im Untergeschoss zu geben. Die verkleidete Stahlskelettkonstruktion ist dabei von der Außenkante eingerückt. Es verbleiben lediglich die Neutralisationsanlage sowie Räume der Elektrotechnik im Untergeschoss. Das Gebäude wird als schwingungsarmer Massivbau ausgeführt. Die Deckenstärken und die Bodenplatte sind generell den Anforderungen an Erschütterungsfreiheit angepasst. Teilweise sind zusätzliche Stützen ausgeführt um den stellenweise erhöhten Anforderungen an den Schwingungsschutz für Räume mit Messinstrumenten zu genügen.

Eine zweischichtige Fassade gliedert das Gebäudevolumen, es wechseln sich in horizontaler Folge die Pfosten-Riegel-Konstruktionen der Fensterbänder mit den geschlossenen Brüstungsbändern ab. Die Wärmedämmung der Brüstungsbereiche wird als hinterlüftete Konstruktion ausgebildet. Der Sonnenschutz läuft seilgeführt in diesem Zwischenraum und besteht aus beweglichen Horizontallraffstores. Die zurückgesetzte Technikzentrale wird mit gedämmten Metallkassetten verkleidet um einerseits den erforderlichen Mindestkälteschutz für die Haustechnik sicherzustellen und Schallemissionen der Geräte zu reduzieren.

Das Gebäude wird durch seine Labornutzung bestimmt. Der flexible Grundriss auf Basis eines äußerst effizienten Rasters von 1,15 x 1,15 Meter ermöglicht je nach Nutzungsanforderung die Ausformulierung der benötigten Raumsituationen. Die einfache Anordnung erlaubt direkte Beziehungen zwischen den einzelnen Raumgruppen und ist betrieblich angemessen und sinnvoll. Die unterschiedlichen Geschosshöhen spiegeln die Anforderungen der Nutzung wieder, so dass die Gebäudehöhe optimal ausgenutzt wird.

Erfurt 11.12.2020

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